Artikel von Erwin Rigo
Ein Rückblick mit ungebrochener AktualitätRe-Education 2.0 ab dem Kindergarten
von Erwin Rigo, ursprünglich publiziert auf ANSAGE!, am 26. September 2024
Dieser dritte und letzte Beitrag der Reihe „Über 100 Jahre Umerziehung zum Neuen Menschen“ vollendet die Betrachtung der mannigfaltigen und folgenschweren Auswirkungen und die noch immer laufende Fortentwicklung der Reformpädagogik, die ideell bis ins Jahr 1917, konkret auf die damaligen Umwälzungen Russland im Zuge der Oktoberrevolution, zurückreicht (Teil I befasste sich mit der Epoche von 1917-1971, Teil II mit der offenkundigen Internationalisierung des sozialistischen Erziehungsprogramms) — Lesen Sie den ganzen Artikel auf ANSAGE! oder hier die dreiteilige Artikelreihe …
Umerziehung ab 1971 bis heute
von Erwin Rigo, ursprünglich publiziert auf ANSAGE!, am 13. September 2024
Teil I dieser Serie befasste sich mit der planmäßigen kollektiven Umerziehung der westlichen Gesellschaften im groben Zeitraum 1917 bis 1971. In dieser Fortsetzung möchte ich die These der zunehmenden offenkundigen Internationalisierung des sozialistischen Erziehungsprogramms im Folgezeitraum seit 1971 bis in die Gegenwart erläutern und mit Fakten belegen. — Lesen Sie den ganzen Artikel auf ANSAGE! oder hier die dreiteilige Artikelreihe …
Reformpädagogik und Sowjeterziehung 1917 bis 1971
von Erwin Rigo, ursprünglich publiziert auf ANSAGE!, am 4. September 2024
Beim Begriff „Umerziehung“ denkt die Mehrheit zuerst wohlwollend an die seit Ende des zweiten Weltkriegs erfahrene Umerziehung zur Demokratie, an Entnazifizierung und Umorientierung seit 1945. Es handelt sich dabei immer um die politische Absicht, bei Betroffenen eine Änderung der Einstellung und/oder des Verhaltens zu erreichen, und außerdem um das erwünschte Ergebnis dieser Maßnahmen. — Lesen Sie den ganzen Artikel auf ANSAGE! oder hier die dreiteilige Artikelreihe …
Altlasten sozialistischer Bildungspolitik – Oder: Vom „Pauker“ zum „Parasiten“?
von Erwin Rigo, ursprünglich publiziert in „Neue Freiheit“, 2004
Dem ideologischen Postulat der ab den 70-er Jahren sozialistisch geprägten Bildungsbolitik, den Prozentsatz an SchülerInnen mit Matura-Abschluss „mehr oder weniger mit allen Mitteln“ zu steigern, versuchte man gerecht zu werden. Als logische Folge stieg der Anteil an Mädchen mit Matura-Abschluss überproportional. Eine andere Konsequenz daraus war die „wundersame Vermehrung“ von Lehramtsabsolventen an PÄDAKs und Universitäten.
Zeitgleich konnten die Ergebnisse des Zusammenwirkens von sozialistischem Bildungsmanagement und Gewerkschaftspolitik als sozialpartnerschaftliches „Bündnis zur Geringschätzung pädagogischer Arbeit“ interpretiert werden. Das Privileg der Pragmatisierung diente alsdann - politisch instrumentalisiert - zur Rechtfertigung der in Relation zur Privatwirtschaft niedrigen Grundlöhne. Eine der Folgen war die „Zwangsbeglückung bzw. Zwangsverpflichtung zu Überstunden“, die zum wirtschaftlichen Überleben jedes Lehrers notwendig wurde.
Die ab Mitte der 80-er Jahre überproportional anwachsende Zahl an weiblichem Personal und Lehramtskandidaten brachte mehr Fluktuation am Arbeitsplatz. Die Folgen ständig sinkender Schülerzahlen bei gleichzeitig unverminderter Produktion von Lehramtskandidaten an Massenuniversitäten und Pädagogischen Akademien sind mit Verzögerungseffekt spürbar geworden. Durch familienfreundliche Regelungen (Garantie für Wiedereinstieg nach Karenz, Teilzeitverpflichtung etc.) konnte die drohende Lehrer-Schwemme aufgefangen werden.
Gleichzeitig immer lauter ertönte der Ruf nach Erfüllung therapeutischer Aufgaben, immer mehr erlangten die Bildungsstätten den Charakter von gesellschaftspolitischen „Entsorgungsdeponien“. Der Bildungspolitik folgend, hat dies zur gegenwärtigen Situation mit Lehrerüberschuß, vor allem in soziologisch orientierten Fächern geführt. — Die Repotation und die Entlohnung der Lehrer sank trotz (oder wegen?) deren „Anpassung an die politischen Vorgaben“ weiter. — Die Schule ist indes zur Reparaturwerkstätte gesellschaftlicher Mängel geworden. Waren die Lehrer der 70-er Jahre noch als „Pauker“ mit klar definiertem Bildungsauftrag verschrien, so wurden sie zuletzt als „Parasiten der Gesellschaft“ verschmäht.
Von Gesellschaft und Öffentlichkeit muß dringend gefordert werden, daß sie die eigene Zwiespältigkeit aufgibt, nicht glaubt, von der Schule alles fordern zu können, um sich zu entlasten und gleichzeitig Schule und Lehrer in der Wahrnehmung dieser Aufgaben ständig zu diskriminieren. — Lesen Sie den ganzen Artikel …
War John Dewey Marxist?
von Erwin Rigo, ursprünglich publiziert in „Neue Freiheit“, 2002
John Dewey, einflußreicher amerikanischer Sozialphilosoph und Pädagoge, gilt als geistiger Vater einer Bildungsphilosophie, deren Grundpfeiler aus der wissenschaftlichen Denkmethode, nämlich Kontrolle, Experiment und objektive Testmethoden, bestehen. Aphorismen wie embryonic society, continuity of ends and means, teacher as facilitator of process etc., sind also auf diesen namhaften Vertreter des amerikanischen Pragmatismus und dessen Konzeption von Bildung, einer Erziehung zur Demokratie, zurückzuführen.
Genauso, wie Marx in seiner Analyse des Kapitalismus das Endprodukt (the commodity itself) gewählt hatte, setzte Dewey ebenfalls beim Endprodukt der Schule, dem Kind, mit seiner Erziehungsanalyse an. Für Dewey irrte Marx aber in einem fundamentalen Aspekt: Dem Glauben, daß ein gewalttätiger Klassenkampf ein wirksames Mittel zum sozialen Fortschritt sei. Dewey fand in der Formulierung seiner Bildungstheorien Marx jedenfalls nützlich, wenn nicht sogar unverzichtbar. — Lesen Sie den ganzen Artikel …
Neue Lehr- und Lernformen – ein Etikettenschwindel?
von Erwin Rigo, ursprünglich publiziert in „Neue Freiheit“, 2001
Reformpädagogische Postulate, die schon zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts formuliert wurden, tauchen verstärkt unter neuer Etikettierung als „Neue Lehr- und Lernformen“ wieder auf. So konnten die Postulate der Reformpädagogik von den USA nach Kriegsende verstärkt im Kampf für die Demokratie genutzt werden. Antiautoritäre Erziehung und die Antipädagogik führten jedoch lange ein Dasein jenseits des Mainstreams. Erst am Ende des Milleniums scheint die Reformpädagogik hierzulande zu einem Höhenflug angesetzt zu haben. Dem Prinzip der Gleichheit wurde der elitäre Gedanke in der Bildung geopfert.
Die Ergebnisse der Pisa-Studie rüttelten Pädagogen im deutschen Sprachraum wach. Eine objektive Ursachenforschung muß auch Schlußfolgerungen zulassen, die auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen hinweisen und das reformpädagogische Postulat in einer postmodernen Gesellschaft auf dessen Tauglichkeit überprüfen. Dies geschah bislang nicht einmal ansatzweise. Warum? — Lesen Sie den ganzen Artikel …
Intercultural Youth Exchange
by Erwin Rigo, originally published in ELT Journal | Oxford Academic, 1995
Since the beginning of the last decade of the twentieth century Europe has been facing a rapid change of once steady determinants of ethnic entities towards a multicultural society where its future members will have to rely on a greater acceptance of intercultural communication and be prepared for more intercultural learning.
This article reflects the significance of "individual preconditions for intercultural learning", presents "four distictive steps of intercultural learning" and shows the "consequences for international student exchanges". — Read the whole article …
Curriculum discourse: Student exchange and “Wahlpflichtfach”
by Erwin Rigo, originally published in ELT Journal | Oxford Academic, 1994
Student exchanges are counterproductive against xenophobia and that they further promote the understanding for the similarity of all people, thus reinforcing a general tolerance towards different views and perspectives. On the other hand, however, a genuine appreciation and understanding for the dissimilarities of other cultures is unobtrusively conveyed by participating in everyday life situations during the student’s homestay in a foreign family. Not long ago the Austrian Ministry of Education offered seminars entitled “Projektunterricht”, which sparked off the idea in me to link up the project "student exchange” with the recently introduced Wahlpflichtfach Englisch.
If an EFL teacher, for instance, wants to convey a deeper insight into the British or the American way of life to students of the upper forms who have got to make their choice concerning the selection of the “Wahlpflichtfächer”, he may offer something like the following: … — Read the whole article …


